Asbest erkennen

Kann ich mit bloßem Auge Asbest erkennen? Wie weiß ich, ob ich Asbest im Haus habe?
Diese Frage stellen sich viele, seit bekannt ist, dass Asbestfasern in der Luft eine extreme Gesundheitsgefahr darstellen können.

Mit Asbest wird eine Gruppe natürlich vorkommender Minerale mit hohem Faser- und Silikatanteil bezeichnet. Asbestfasern sind mit einem Durchmesser von teilweise nur 2 Mikrometern (2 Tausendstel Millimeter) extrem fein und können nur mit Elektronenrastermikroskopen erkannt werden. Durch diese geringe Größe können Fasern von Asbest tief in die Lunge eindringen. Lungenkrebs und Asbestose sind typische asbestbedingte Krankheiten. Asbest allein optisch sicher zu erkennen, ist selbst für den Fachmann nicht möglich. Ein Asbesttest in einem Labor kann jedoch zweifelsfrei Asbest erkennen.

 

Asbestuntersuchung

Untersuchung AsbestDie Asbestuntersuchung klärt schnell, preiswert und unkompliziert, ob sich in einem Material oder im Hausstaub Asbest befindet. Asbest findet sich trotz Verbot als Altlast in Baustoffen und sollte nach Möglichkeit entsorgt werden. Asbest in der Atemluft kann schwere Lungenkrankheiten hervorrufen.

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Asbest erkennen – in welchen Produkten kann heute noch Asbest enthalten sein?

Asbest erkennenSchon vor vielen Jahrzehnten wurde die Gefährlichkeit von Asbest erkannt. Die Verwendung von Asbest ist in Deutschland aber erst seit 1993 komplett verboten. In einigen EU-Ländern durfte Asbest sogar noch bis zum Jahr 2005 verwendet werden. Allein in den Jahren 1950 bis 1985 wurden in Deutschland über 4 Millionen Tonnen Asbest verbaut.1  Wegen seiner extremen Langlebigkeit und der massenhaften Anwendung vor den Verboten findet sich Asbest auch heute noch in und an vielen Gebäuden.

Folgende Materialien können Asbest enthalten:

  • Eternit- bzw. Asbestzementplatten auf Dächern oder an Fassaden
  • Brand- und Hitzeschutz aus Spritzasbest an Stahlträgern und Rohren
  • Isolierungen und Hitzeschutzverkleidungen von Nachtspeicheröfen und Boilern
  • Dichtungen, Klebstoffe und Hitzeschutzauskleidungen in Elektrogeräten
  • untere Schichten von Bodenplatten und Vinyl-Bodenbelägen
  • Decken und Wandplatten


Asbest Produkte erkennen – welcher Asbest ist relativ unproblematisch?

Nicht von allen asbesthaltigen Materialien werden in gleichem Maße gefährliche Fasern freigesetzt. Da Fasern von Asbest mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen bzw. von anderen Mineralfasern zu unterscheiden sind, kann der Laie nur anhand bestimmter Asbestprodukte die Gefährlichkeit von Asbest einschätzen. Asbestprodukte mit fest gebundenen Fasern setzen in intaktem Zustand wenig oder gar keine Asbestfasern frei. Zu diesen Produkten zählen zum Beispiel Platten, Wellpappen, Rohre und Blumenkästen aus Asbestzement bzw. Eternit. Auch von intakten Vinyl-Bodenbelägen mit Asbestbeschichtung geht in intaktem Zustand kaum eine Gefahr aus.


Asbest Produkte erkennen – von wo geht ein besonders hohes Gesundheitsrisiko aus?

Materialien mit schwach gebundenem Asbest haben vielfach einen Asbestanteil von über 60% und setzen auch schon in intaktem Zustand durch Erschütterungen oder Luftzug relativ viele Asbestfasern frei. Eine besonders hohe Faserfreisetzung findet bei Spritzasbest statt, der oft zu Brandschutzzwecken auf Stahlträger aufgebracht wurde.2 Diese Art von Asbest ist relativ leicht zu erkennen, da sie eine sehr raue und zerklüftete Oberfläche und eine relativ weiche Struktur besitzt. Asbest mit schwach gebundenen Fasern findet sich ebenfalls in Isolierungen von Nachtspeicheröfen, Boilern und Rohren. Auch Putz, Leichtbauplatten und Isolierungen in Elektrogeräten können schwach gebundenen Asbest enthalten.


Wichtige Praxistipps zum Thema Asbest erkennen

  • Asbest lässt sich mit dem bloßen Auge nicht sicher erkennen.
  • Nur durch einen Asbesttest kann Asbest zweifelsfrei erkannt und eingeordnet (z.B. schwach gebunden, fest gebunden) werden.
  • Asbest in der Raumluft sammelt sich bevorzugt im Hausstaub. Über eine Analyse des Hausstaubs erkennen spezialisierte Labore, ob die Raumluft mit Asbest belastet ist.
  • Besondere Gefahren gehen von schwach gebundenem Asbest in zum Beispiel Spritzasbest aus. Fest gebundener Asbest in Asbestzement (Eternit) ist bei intakten Produkten eher unproblematisch.
  • Bei starker Verwitterung, Beschädigung oder Bearbeitung werden von allen Asbestprodukten verstärkt Fasern freigesetzt.

 

Quellen:

[1] Umweltbundesamt, „Asbest - Wann und wo wurde Asbest eingesetzt“: http://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/chemische-stoffe/asbest

[2] Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, „Gefahrstoff Asbest“: http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BerichteKompakt/2010/DL_2_2010_Aufl2.pdf?__blob=publicationFile