Benzol in der Wohnung

Fakten zum Thema Benzol in der Raumluft

Benzol gehört zu den aromatischen Kohlenwasserstoffen und kommt als natürlicher Bestandteil in vielen Erdölprodukten vor. Die Belastung durch Benzol in der Wohnung kann aber auch durch Tabakrauch und offene Kamine stark erhöht sein. Erhöhte Werte von Benzol in der Raumluft können Risiko für verschiedene Krebserkrankungen erhöhen.


Aus welchen Quellen gelangt Benzol in die Wohnung?

Benzol WohnungRelativ hohe Emissionen von Benzol erfolgen im Straßenverkehr. Benzol erhöht in Benzin die Oktanzahl (Klopffestigkeit). Es entsteht aber auch bei der Verbrennung von Kraftstoffen. An viel befahrenen Straßen gelangen so relevante Konzentrationen von Benzol über die Außenluft in die Wohnung. Erhöhte Benzolkonzentrationen finden sich auch in der Abluft von Garagen und in der Nähe von Tankstellen. Die Raumluft wird aber auch durch Tabakrauch, offene Kamine und Öfen erheblich mit Benzol belastet. Für die Außenluft gilt in der EU für Benzol ein Grenzwert von 5 μg/m³. Für Arbeitsplätze gilt ein Akzeptanzwert von 200 μg/m³ Raumluft. Einen separaten, eindeutig festgelegten Grenzwert für Wohnungen gibt es bislang nicht. Allerdings sollte die Konzentration von Benzol in Wohnungen nach dem Grundsatz der Risikominimierung nicht wesentlich über dem Grenzwert für die Außenluft liegen. In Wohnungen über Garagen kann die Benzolkonzentration bei bis zu 8 μg/m³ liegen – eine deutliche Überschreitung des Grenzwertes für die Außenluft. In der Raumluft von Raucherhaushalten kann, verglichen mit Nichtraucherhaushalten, eine durchschnittlich um 30–50 % erhöhte Belastung mit Benzol vorliegen.[1]


Benzol in der Raumluft gefährdet die Gesundheit

Benzol in der Wohnung wird ganz überwiegend über die Lungen aufgenommen. Durch Hautkontakt mit flüssigem Benzol kann die Chemikalie auch direkt über die Haut aufgenommen werden. Bei erhöhten Werten von Benzol in der Raumluft droht vor allem eine chronische Schädigung der Gesundheit, da die Konzentrationen für eine akut toxische Wirkung hier nur in sehr seltenen Fällen (verschütten von Benzol etc.) erreicht werden. Die möglichen Folgen einer chronischen Belastung mit Benzol sind aber nicht minder gefährlich. So gilt Benzol als krebserregend bzw. mutagen (erbgutverändernd). Benzol schädigt besonders die blutbildenden Zellen des Knochenmarks und erhöht so das Risiko für Leukämien.[2]  Die mutagene Wirkung begünstigt aber auch andere Krebserkrankungen. Weiterhin kann eine erhöhte Aufnahme von Benzol zu Beschwerden wie chronischer Müdigkeit, Augenflimmern, Abmagerung und Schlafstörungen führen. Benzol ist fettlöslich und kann daher auch leicht die Plazenta durchdringen. Hieraus ergibt sich auch eine mögliche Gefährdung von ungeborenen Kindern, wenn zu viel Benzol in der Raumluft vorliegt.


Tipp zur Verringerung von Benzol in der Raumluft

  • Rauchen in Innenräumen möglichst vermeiden. Luftreiniger können die Benzol-Konzentration in Raucherhaushalten senken.
  • Kamine und Öfen sollten regelmäßig gewartet werden und gut ziehen. So werden Emissionen von Benzol in die Raumluft minimiert.
  • Wenn möglich, an verkehrsreichen Straßen nur in verkehrsarmen Zeiten lüften.
  • Tiefgaragen und direkt an Wohnräume angrenzende Garagen sollten durch sehr dicht schließende Türen von Wohnräumen abgeschottet werden.
  • Eine fachmännisch installierte Entlüftung von Garagen (Unterdruck in Garage) hält benzolhaltige Abluft von Wohnungen fern.
  • Öfen und Kamine mit einer Zertifizierung nach Stufe II der Bundesemissionsschutzverordnung setzen weniger Benzol in die Wohnung frei.

 

 

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Quellen:

[1]Bayerisches Landesamt für Umwelt, „Benzol“: http://www.lfu.bayern.de/umweltwissen/doc/uw_10_benzol.pdf

[2]Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, „Benzol“: http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/18616/