Gesundheitsschädliche Reinigungsmittel

Gesundheitsschädliche Reinigungsmittel – Inhaltsstoffe

Putzmittel, Waschmittel und Reinigungsmittel enthalten zahlreiche, teilweise gesundheitsschädliche Substanzen: Alkalien, Alkohole, Aluminium, Bitterstoff, Bleichmittel, Biozide, Citrate, Duftstoffe, Parfümöle, Enzyme, Farbstoffe, Füllstoffe, Konservierungsmittel, Korrosionsinhibitoren, Lösemittel, Natriumcarbonat, Natriumhypochlorit, Öle und Fette, Aufheller, organische und anorganische Säuren, Phosphate, Phosponate, Polycarboxylate, Polymere, Seifen, Silikate, Tenside, Verfärbungsinhibitoren, Wachse, Weichmacher und Zeolithe[1].

Gesundheitsschädliche Reinigungsmittel können allergische Reaktionen, aber auch Reizungen der Atemwege hervorrufen. Duft- und Farbstoffe fördern nicht die Reinigungsleistung und sind daher überflüssig und gesundheitsschädlich. Auch keimabtötende Biozide sind in den eigenen vier Wänden grundsätzlich nicht notwendig. Sie sind sogar gesundheitsschädlich – besonders in höheren Konzentrationen ist das Reinigungsmittel giftig.

Welche Putzmittel enthalten giftige chemische Stoffe

Reinigungsmittel gesundheitDer wichtigste Bestandteil in Putzmitteln stellen die Tenside dar. Tenside lösen vor allem Fette und vereinfachen das Ablösen von Schmutzpartikeln. Ohne diese Substanzen hätten Reinigungsmittel keine Kraft. Lösungsmittel – wie Alkohol oder Salmiak – sollen die Reinigungskraft zusätzlich verstärken. Diese gesundheitsschädlichen Putzmittel nennt man dann „Kraftreiniger“, die jedoch giftig sind und die Raumluft belasten.

Mit Alkalien lässt sich die Fettlösekraft erhöhen. Mit Säuren lassen sich Kalkablagerungen entfernen. Vor allem für die Badreinigung sind sie daher sinnvoll. Viele gängige Reinigungsmittel sind gesundheitsschädlich, da sie reizend, ätzend oder sogar giftig sind. Zudem stellen diese gesundheitsschädlichen Reinigungsmittel auch eine Belastung für die Umwelt dar[2].

Ätherische Öle – natürlich oder gesundheitsschädlich?

Ätherische Öle werden zwar aus Pflanzen gewonnen, dennoch belasten sie die Raumluft in Innenräumen immens. Duftstäbchen, Duftöle, Räucherstäbchen oder duftende Öllämpchen enthalten zusätzlich chemische Substanzen, die die Haut und Atemwege reizen und zu Allergien führen können.

Ätherische Öle sind nicht nur - genauso wie Putzmittel - höchst giftig und gesundheitsschädlich, wenn diese versehentlich oral eingenommen werden. Raumluftparfüms belasten auch die Luft mit flüchtigen organischen Verbindungen. Bei Kerzen kommen Feinstaub, Rußpartikel, Kohlenmonoxid und andere Schadstoffe, wie Formaldehyd, ebenfalls mit ins Spiel. Schleimhautreizungen, chronische Atemwegserkrankungen und Kopfschmerzen können die Folge dieser gesundheitsschädlichen Raumlufterfrischer sein.

Gesundheitsschädliche Raumlufterfrischer

Duftstäbchen und Raumlufterfrischer vermitteln den Eindruck von Sauberkeit in den eigenen vier Wänden. Ein angenehmer Duft sorgt für Wohlfühlambiente. Doch auch wenn Raumlufterfrischer natürliche, ätherische Öle enthalten, so geben sie trotzdem reizende Stoffe an die Raumluft ab und verschlechtern die Luftqualität.

Vor allem für Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen ist die Verwendung von Duftstoffen nicht empfehlenswert. Bestehen Geruchsprobleme in Innenräumen, sollten die Ursachen hierfür gefunden und beseitigt werden. Schimmelbildung oder schadstoffhaltige Möbel können die Quelle des Übels sein.

Giftige Putzmittel – welche Alternativen gibt es?

Reinigungsmittel haben häufig eine gesundheitsschädliche Wirkung. Einige von ihnen stehen sogar im Verdacht giftig, krebserregend und lungenschädigend zu sein. Es gibt eine Vielzahl von alternativen Putzmitteln, die ebenso wirksam, jedoch nicht giftig sind. So können herkömmliche Reinigungsmittel durch folgende weniger gesundheitsschädliche Alternativen ersetzt werden:

•    Zitronensaft und Geschirrspülmittel als Badreiniger: löst Kalkablagerungen
•    Backpulver als WC-Reiniger: 1 Packung ca. 1 Stunde in der WC-Schüssel einwirken lassen, dann mit der WC-Bürste reinigen
•    Wasser mit einem Schuss Essig als Glasreiniger: am besten mit geknülltem Zeitungspapier auftragen und auch trocken wischen
•    Geschirrspülmittel mit Essig für Böden und Oberflächen: löst Fett und Schmutz
•    Backpulver als Ofenreiniger: mit ein paar Spritzern Wasser entsteht eine ungiftige Paste, die ca. 12 Stunden einwirken sollte und dann mit einem feuchten Tuch entfernt wird
•    Reines Olivenöl als Holzpolitur: 3 Teile Olivenöl und 1 Teil Essig
•    Natron als Teppichreiniger: trockenen Teppich bestreuen, nach einer Stunde absaugen
•    Essig und Salz als Topfreiniger: Wasser mit Essig und Salz zum Kochen bringen

 

Quellen:

[1] http://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/wasch-reinigungsmittel/inhaltsstoffe
[2] http://www.umwelt.steiermark.at/cms/dokumente/10179374_4902459/65a8fdb4/Gefährliche%20Chemie%20im%20Haushalt.pdf