Richtig lüften und heizen

Richtig Lüften und Heizen – Einfluss auf Raumluftfeuchtigkeit und Luftqualität

In Innenräumen sollte man grundsätzlich richtig lüften und richtig heizen. Die Luftqualität in Wohnräumen wird durch Schadstoffe und Raumluftfeuchtigkeit negativ beeinflusst. Feuchtigkeit oder Geruchsbelastung in den eigenen vier Wänden sollte möglichst immer unmittelbar nach ihrer Entstehung entfernt werden. Während dem Duschen, Kochen, Wäschetrocknen und in anderen Alltagssituationen kann in den jeweiligen Räumen eine sehr hohe Raumluftfeuchtigkeit anfallen.

Wenn dann nicht richtig geheizt und gelüftet wird, kann sich leicht unliebsamer Schimmel an Wänden, Decken und Einrichtungsgegenständen breit machen. Auf Dauer kann eine zu hohe Raumluftfeuchtigkeit zur gesundheitsschädlichen Schimmelbildung im Haus führen.

Richtig lüften, aber wie?

richtig heizen und lüftenIn Zimmern mit Feuchtigkeitsquellen, wie Küche und Bad, sollte während dem Dusch- bzw. Kochvorgang bereits ein Fenster gekippt werden, damit sich die Raumluftfeuchtigkeit von vornherein nicht zu stark erhöht. Es wird empfohlen, die Innentüren in dieser Zeit geschlossen zu halten, um Feuchtigkeit und Geruch nicht in der Wohnung zu verteilen. Nur wenn das Bad keine direkte Lüftungsmöglichkeit bietet, wird richtiges Lüften über andere Räume empfohlen. Grundsätzlich sollten ständig gekippte Fenster vermieden werden. Das erhöht den Energieverbrauch unnötig.

Lediglich ein gekipptes Fenster über Nacht in Schlafräumen ist sinnvoll, wenn die Heizung zeitgleich gedrosselt wird. Schließlich sorgen auch die im Haushalt lebenden Personen für eine Erhöhung der Raumluftfeuchtigkeit. Bei Bedarf wird eine sogenannte Stoßlüftung empfohlen. Auch Kellerräume sollten regelmäßig gelüftet werden. Besonders an den kalten Wänden kann sich im Sommer Schimmel bilden. Richtiges Lüften ist daher auch hier von zentraler Bedeutung.

 

 

Richtig heizen, aber wie?

In den kalten Wintermonaten spielt richtiges Heizen eine wichtige Rolle. Die Zimmertemperatur in ungenutzten Räumen kann selbstverständlich deutlich heruntergefahren werden. Experten warnen jedoch davor, die Heizungen in diesen Räumen ganz auszustellen[1]. Auch bei einer längeren Abwesenheit sollte die Raumtemperatur nicht unter 15 °C sinken. Das Aufwärmen der ausgekühlten Wände kostet letztlich mehr Energie, als eine konstante Raumtemperatur.

Schimmel entsteht unter anderem durch starke Temperaturunterschiede. Kalte Luft fasst nicht soviel Raumluftfeuchtigkeit wie warme Luft. Kühlt die warme Luft ab, setzt sich Feuchtigkeit an Wänden und Einrichtungsgegenständen ab. Besonders dort, wo eine ausreichende Luftzirkulation fehlt, wie hinter großen Schrankwänden, kann es dann leicht zu einer Schimmelbildung kommen.

 

 

Welche Folgen kann falsches Lüften und Heizen haben?

Besonders nach Sanierungsarbeiten im Haus ist richtiges Lüften wichtig, damit die Baufeuchte aus den Wänden verschwindet. Folgen von falschem Lüftungsverhalten ist Schimmelbildung im Haus. Diese wird in vielen Fällen zu spät entdeckt. Besticht der Keller durch einen muffigen Geruch, so sind die gesundheitsgefährdenden Mikroorganismen oft schon eingezogen. Häufig bleibt dann nur noch eine professionelle Schimmelpilzsanierung.

Besonders Neubauten sind häufig zu gut isoliert. So gelangt im Winter die Feuchtigkeit nicht aus dem Haus, wenn nicht mehrmals am Tag richtig gelüftet wird. Eine richtige Stoßlüftung sollte mindestens 5-10 Minuten andauern. Idealerweise sind die Innentüren dabei geöffnet, sodass Durchzug entsteht und die Luft gut zirkulieren kann. Selbstverständlich wird die Heizung während dieser Zeit gedrosselt.

 

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Die optimale Raumtemperatur und Raumluftfeuchtigkeit

Im Wohnbereich empfehlen Experten eine Temperatur von ca. 20 °C. In der Küche sollten 18°C und im Schlafzimmer 17°C ausreichen. Während der Nacht kann die Raumtemperatur von Wohnräumen durchaus um 5 °C gesenkt werden[2]. Jeder Grad senkt selbstverständlich die Heizkostenrechnung, jedoch sollte die Raumtemperatur immer auch als behaglich empfunden werden.

Ein Hygrometer dient dazu, die Raumluftfeuchtigkeit zu messen. Die relative Luftfeuchte sollte in einem Innenraum nicht dauerhaft über 65-70% liegen[3]. Wird ein Wert von 50% eingehalten, so kann man davon ausgehen, dass auch eine zu niedrige Raumtemperatur von unter 15°C keine Feuchtigkeitsschäden zur Folge haben sollte.

Bringt selbst das richtige Lüften nichts gegen Schadstoffe im Innenraum, kann nur eine Sanierung weiterhelfen. Diese sind aber oftmals zu kostenintensiv, sodass auch die Anschaffung eines Luftreinigers lohnenswert sein kann.

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Quellen:

[1] http://www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Haus_sicher_durch_den_Winter_bringen.pdf
[2] http://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltbewusstleben/heizen-raumtemperatur
[3] http://www.vis.bayern.de/produktsicherheit/praevention/verhalten/hygrometer.htm