Zimmerpflanzen als Luftreiniger

Zimmerpflanzen – die Luftreiniger in Innenräumen

Bestimmte Zimmerpflanzen dienen als Luftreiniger in Wohn- und Arbeitsräumen. Es gibt Pflanzen, die sich auf die Schadstoffabsorption spezialisiert haben. Sie befreien die Raumluft von Schadstoffen und Chemikalien. Zimmerpflanzen werden häufig als Luftreiniger in Innenräumen eingesetzt, da die Luftqualität hier meist um einiges schlechter ist als die Außenluft. Falsches oder zu seltenes Lüften begünstigt die schlechte Qualität der Raumluft.

Wer Zimmerpflanzen als Luftreiniger in der Wohnung hat, kann damit seine Gesundheit unterstützen und Allergien, Atemwegserkrankungen und anderen gesundheitlichen Schäden vorbeugen. Besonders in Büroräumen, wo nicht unbedingt auf schadstoffarme Möbel und Einrichtungsgegenstände Wert gelegt wird, können bestimmte Zimmerpflanzen Schadstoffe aus der Luft absorbieren.

Welche Arten von Zimmerpflanzen dienen als Luftreiniger?

Es gibt eine Vielzahl von Zimmerpflanzen, die als Luftreiniger dienen:

•    Die Arecapalme bekämpft Luftverschmutzungen.
•    Birkenfeige, Bergpalme und Gerbera sind ebenfalls echte Schadstoffvernichter.
•    Die Aloe gilt nicht nur als Heilpflanze, sie ist hervorragend als Schlafzimmerpflanze geeignet. Sie gibt nachts Sauerstoff ab, ähnlich wie der Bogenhanf, der Weihnachts- und Osterkaktus.
•    Philodendron und Strahlenaralie filtern besonders gut Formaldehyd.
•    Schlangenwurz und Steckenpalme sind Zimmerpflanzen, die als Luftreiniger gegen Ammoniak eingesetzt werden.
•    Efeu, verschiedene Drachenbäume, Chrysantheme und Grünlilie sind ebenfalls Zimmerpflanzen, die sich einen Namen als Luftreiniger gemacht haben.
•    Birkenfeige und Efeutute sind besonders wirksam gegen die krebserregenden Stoffe Formaldehyd und Nikotin.

Wissenschaftler haben die Wirkung der Pflanzen näher untersucht. Ein Enzym in den Pflanzenblättern wandelt Schadstoffe in ungiftige Stoffe wie Sauerstoff, Aminosäuren und Zucker um.

Teilweise benötigt man hier jedoch einen ganzen Urwald in der Wohnung, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Zimmerpflanzen – Gefahr von Schimmelbildung    

Zimmerpflanze SchimmelMit Zimmerpflanzen im Raum können jedoch nicht alle Schadstoffe aus der Luft gefiltert werden. Zudem geht von den grünen Mitbewohnern bei unzureichender Pflege eine stille Gefahr aus. Die Blumenerde, in der Zimmerpflanzen wachsen, ist nicht steril und bietet daher Schimmel optimale Lebensbedingungen.

Mikroorganismen kommen auf natürliche Weise in der Erde vor und verrichten dort auch wertvolle Dienste. Besonders Dauernässe verursacht in den Blumentöpfen der heimischen Zimmerpflanzen die Bildung von Schimmel[1]. Bildet sich dann ein weißer, pelziger Belag auf der Erdoberfläche, sieht das nicht nur unschön aus, sondern ist auf Dauer auch gesundheitsschädlich.

Luftuntersuchung – Auswirkungen von Schimmel in Zimmerpflanzen

Generell schadet Schimmel im Haus auf Dauer der Gesundheit der Bewohner. Besonders Kinder und empfindliche Personen sind anfällig für Allergien, Atemwegserkrankungen, toxische Reaktionen oder Infektionen. Ob in der Zimmerpflanze oder an der Wand – Schimmel sollte in Innenräumen auf jeden Fall unverzüglich bekämpft werden.

Die Pilzsporen (Mykotoxine) gelangen sonst in die Raumluft und werden über die Schleimhäute und über die Atemluft aufgenommen. Zimmerpflanzen wirken kontraproduktiv, wenn sie zwar Schadstoffe aus der Luft absorbieren, andererseits jedoch die Freisetzung giftiger Mykotoxine begünstigen.

Eine Luftuntersuchung kann zeigen, ob Schadstoffe oder Schimmelsporen in der Raumluft vorhanden sind. So kann geklärt werden, ob sich neben dem Schimmel in den Zimmerpflanzen auch noch anderswo ein Befall versteckt.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Schimmel in Zimmerpflanzen

Wie kann die Bildung von Schimmel in Zimmerpflanzen verhindert werden? Die Blumenerde sollte zwischendurch unbedingt abtrocknen, um einen Dauernässezustand zu verhindern. Es wird zudem empfohlen, die Erdoberfläche regelmäßig aufzulockern. Auch die Zugabe von Sand, Blähton oder Mineraldekor im Blumentopf lockert die Erde auf und sorgt für ein schnelleres Abtrocknen. Ein Umtopfen ist von Zeit zu Zeit ratsam, löst grundsätzlich jedoch das Problem der Bildung von Schimmel in Zimmerpflanzen nicht.

In jedem Fall sollte verschimmelte Erde von Zimmerpflanzen entfernt und durch neue Erde ersetzt werden. Tongranulate können ebenfalls die Ansiedlung von Schimmelpilzen vermeiden. Pilze und Algen fühlen sich allerdings auch hier wohl. Nicht alle weißen Ränder am Blumentopf sind ein Zeichen für Schimmel. Hierbei kann es sich auch einfach um Kalkablagerungen handeln. Ist der Schimmel trotz sämtlicher Maßnahmen nicht zu besiegen, sollte die Pflanze entfernt werden.


Quellen:

[1] http://www.lwg.bayern.de: Gartentipps