Kinderzimmer Schadstoffe

Kinderzimmer SchadstoffeKinder verbringen inklusive des Schlafs oft mehr als die Hälfte des Tages im Kinderzimmer. Wegen ihres noch nicht voll ausgebildeten Immunsystems und hormongesteuerter Entwicklungsprozesse reagieren Kinder zudem besonders empfindlich auf Schadstoffe.

Deshalb sollten Kinderzimmer möglichst frei von jeglichen Schadstoffen sein. Neben Chemikalien wie Formaldehyd oder Weichmachern kann auch eine hohe Luftfeuchtigkeit in Kinderzimmern problematisch sein.


Mögliche Quellen von Schadstoffen im Kinderzimmer

Fußböden und Einrichtungsgegenstände enthalten vielfach Kunststoffe. Allerdings entweichen aus Kunststoffen auch teilweise problematische Weichmacher wie Butylbenzylphthalat. Zu den gefährlichsten Schadstoffen in Kinderzimmern gehören Holzschutzmittel wie Lindan, DDT und PCP. Diese Chemikalien waren bis ca. 1978 (alte Bundesländer) bzw. 1990 (neue Bundesländer) in vielen Holzschutzmitteln enthalten. Die Gefahr geht hier also besonders von alten Holzvertäfelungen, Holzdecken oder Fußböden aus. Ein häufiger Schadstoff in Kinderzimmern ist auch Formaldehyd. Formaldehyd kann zum Beispiel aus Möbeln und Spanplatten entweichen. Farben, Lacke und Klebstoffe enthalten teilweise flüchtige organische Verbindungen (VOCs). Leider zeigte sich in Tests, dass auch aus Spielzeug Schadstoffe wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) in das Kinderzimmer freigesetzt werden können.[1] Schadstoffe werden von Kindern zum Beispiel über die Luft oder direkten Hautkontakt aufgenommen. Deshalb können auch Pestizide aus Bettwäsche oder Matratzen zur Gefahr werden. Eine Anreicherung von Schadstoffen verschiedenster Art findet sich meist im Hausstaub.


Kinderzimmer mit Schadstoffen belastet? Welche Krankheiten drohen?

Da Kinder in Kinderzimmern häufig einem ganzen Cocktail von Schadstoffen ausgesetzt sind, ist die Zuordnung von Beschwerden oft schwierig. Außerdem verursachen einige Schadstoffe ähnliche Symptome. So können sowohl Formaldehyd als auch VOCs Kopfschmerzen, Benommenheit und Augenreizungen hervorrufen. Gravierender sind aber die möglichen Langzeitschäden durch Lindan, DDT, PCP und PAKs. Diese reichen von Krebs über Nerven- bis zu Organschäden.[2] Weichmacher erhöhen nachweislich das Risiko für Neurodermitis und Allergien. Eine professionelle Raumluftanalyse kann Schadstoffe in Innenräumen zuverlässig erfassen.


Kinderzimmer und hohe Luftfeuchtigkeit – ein Nährboden für Schimmelpilze

Eine hohe Luftfeuchtigkeit in Kinderzimmern begünstigt das Wachstum von Schimmelpilzen. Dies gilt besonders, wenn sich an kalten und schlecht belüfteten Stellen Kondenswasser bilden kann. Schimmelpilze müssen nicht immer durch einen charakteristischen modrigen Geruch auffallen. Vielfach setzt auch versteckter Schimmel unter Decken oder Fußböden Schimmelpilzsporen frei. Schimmelpilze setzen teilweise schädliche Mykotoxine frei, die Allergien und Atemwegsbeschwerden auslösen können. Eine hohe Luftfeuchtigkeit in Kinderzimmern ist häufig Ursache zu geringen oder falschen Lüftens. Auch das Trocknen von Wäsche in Wohnungen und Kinderzimmern kann die Luftfeuchtigkeit stark ansteigen lassen. Wegen ihrer guten Isolierung neigen manche Niedrigenergiehäuser bei falschem Lüften besonders zur Schimmelbildung. Eine Raumluftanalyse spürt Schimmelsporen sicher und schnell auf.

 

Referenzen zu Schadstoffe Kinderzimmer:

[1] Stiftung Warentest, „Holzspielzeug: Die Hälfte birgt Gefahren"
[2] Stadt Köln, „Innenraumschadstoffe“

 

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