Stechender Geruch im Zimmer

Was bedeutet ein stechender Geruch im Zimmer?

Stechender Geruch ZimmerEin stechender Geruch im Zimmer ist häufig ein Hinweis auf eine Belastung mit Chemikalien. Wenn Chemikalien bereits in so hohen Dosen in der Luft vorhanden sind, dass sie von der menschlichen Nase wahrgenommen werden können, ist eine Gefährdung der Gesundheit sehr wahrscheinlich.


Stechender Geruch im Zimmer? Mögliche Ursachen

Ein charakteristischer stechender Geruch in Zimmern und Wohnungen geht von Formaldehyd aus. Formaldehyd bzw. Formaldehydharze werden teilweise noch bei der Herstellung von Spanplatten und Möbeln verwendet. Auch Parkettböden und hölzerne Deckenverkleidungen können Formaldehyd freisetzen.

Lösungsmittel wie zum Beispiel Cyclohexan und Benzol verströmen ebenfalls einen stechenden Geruch in Zimmern.[1]  Lösungsmittel sind vielfach in Farben, Lacken und Klebstoffen enthalten. Auch beim Renovieren werden Lösungsmittel häufig eingesetzt. So enthalten zum Beispiel Abbeizmittel meist stechend riechendes Aceton und Ammoniak.
Einige Dichtungsmassen auf Silikonbasis verströmen beim Aushärten auch einen starken Geruch nach Ammoniak. Ammoniak wird ebenfalls oft aus unzureichend gereinigten oder nicht fachmännisch installierten Sanitäranlagen freigesetzt.

Stechende Gerüche können in Zimmern außerdem durch die Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen entstehen, die zum Beispiel in verstopften Siphons siedeln. Ein stechender Geruch in Zimmern kann insgesamt durch verschiedenste Chemikalien bzw. Ursachen ausgelöst werden. Teilweise sind auch mehrere Ursachen für stechende Gerüche in Zimmern verantwortlich. Dies macht die Ursachenforschung oft sehr schwierig. Eine professionelle Raumluftanalyse kann bei der Detektivarbeit eine große Hilfe sein.


Stechender Geruch im Zimmer – es drohen Gefahren für die Gesundheit

Nach Renovierungsarbeiten oder dem Verlegen von Fußböden sind stechende Gerüche in Zimmern für einen Zeitraum von 1–2 Tagen relativ häufig. Nach ausgiebigem Lüften verschwinden die Gerüche meistens schnell. Problematisch ist eher eine chronische Belastung mit Luftschadstoffen. Stechende Gerüche in Zimmern können Symptome wie Kopfschmerzen, Benommenheit, Augenbrennen, Atemwegsbeschwerden oder Übelkeit auslösen. Langfristig kann das Einatmen von belasteter Luft aber auch zu schwerwiegenden Nervenschäden und sogar Krebs führen. Dies gilt besonders für Lösungsmittel.[2]


Tipps zum Umgang mit stechenden Gerüchen in Zimmern

  • In frisch renovierten Räumen sollte der Aufenthalt für einige Tage minimiert werden.
  • Farben und Lacke auf Wasserbasis setzen keine schädlichen Lösungsmittel frei. Besonders empfehlenswert sind Produkte mit dem Blauen Engel oder nach EMICODE EC 1 plus oder EMICODE EC 1 zertifizierte Produkte.
  • Produkte mit der Einstufung „FO“ enthalten kein schädliches Formaldehyd.
  • Auch schmorende oder überhitzte Elektrogeräte können stechende Gerüche in Zimmern verbreiten. Betroffene Geräte am besten sofort vom Netz trennen und nach draußen stellen.
  • Verschwinden stechende Gerüche in Zimmern nicht durch kräftiges Lüften, sollte eine Raumluftanalyse durchgeführt werden.

 

 

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Quellen:

[1]Stiftung Warentest, „Wohngifte: Der Nase nach“: http://www.test.de/Wohngifte-Der-Nase-nach-1240789-2240789/

[2]Berufskrankheiten aktuell Nr. 22/23, Dez. 1998, „BK-Ziffer 1317- Lösemittel“: http://abekra.de/Berufskrankheiten/Berufskrankheiten/BK_1317_die-beste-Idee-redigiert.pdf