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Augenreizung Schadstoffe

Gereizte Augen und Atemwege: Warum Schadstoffe eine Gefahr für die Gesundheit sind

Fühlen Sie sich häufig schlapp und antriebslos? Leiden Sie unter Kopfschmerzen, Hustenreiz oder gereizte Augen? Dann kann es sein, dass Sie zu viele Schadstoffe aufnehmen, die in Möbeln, Fußböden oder Lebensmittelverpackungen stecken. Lesen Sie selbst, welche Gifte es gibt und was Sie dagegen tun können.

Wie kommt es zu Augen- und Atemwegsreizungen durch Schadstoffe?

Gereizte Augen können ein Symptom sein, das auf Wohngifte hindeutet.Viele Menschen halten sich tagsüber in geschlossenen Räumen auf. Wussten Sie, dass wir zwei Drittel unseres Lebens in den eigenen vier Wänden verbringen? Das Zuhause sollte deshalb ein Rückzugsort sein, der zum Wohlfühlen einlädt.
Leider enthält die Raumluft vieler Innenräume Schadstoffe, die dem Organismus schaden können. Gereizte Augen, Schnupfen, Husten, Müdigkeit oder Übelkeit sind keine Seltenheit.

Viele Menschen wissen gar nicht, dass Augenreizungen durch Schadstoffe verursacht werden können, die entweder von außen in die Wohnräume gelangen oder aus den eigenen vier Wänden stammen.

Unglücklicherweise bestehen die meisten Gifte aus gasförmigen Stoffen und Feinstaub, sodass sie vollkommen farb- und geruchlos sind. Die meisten Menschen bemerken die Schadstoffbelastung erst, wenn sie unter Augen- und Atemwegsreizungen durch Schadstoffe oder Husten durch Schimmel leiden.

Je stärker die Schadstoffbelastung ist, desto stärker können die Symptome sein.


Welche Symptome haben Atemwegs- und Augenreizungen durch Schadstoffe?

Tränende Augen, juckende Augen, rote Augen, brennende Augen: Augenreizungen durch Schadstoffe können verschiedene Ausprägungen haben. Oftmals erinnern sie an eine Bindehautentzündung oder eine allergische Reaktion, weshalb viele Betroffene die Schadstoffbelastung nicht ernst nehmen. Auch dann nicht, wenn unspezifische Symptome hinzukommen, wie z.B.

Kopfschmerzen und Migräne
chronische Müdigkeit
Konzentrationsstörungen
Atemwegsreizungen durch Schadstoffe (Husten, Bronchitis, Asthma)
Verdauungsstörungen
Hautdefekte (Neurodermitis)

Kinder und ältere Menschen sind diesbezüglich am häufigsten betroffen, weil ihr Immunsystem besonders anfällig ist.


Welche Schadstoffe gibt es und wo tauchen sie auf?

Wenn von Atemwegsreizungen durch Schadstoffe die Rede ist, denken viele Menschen an Asbest, Farben oder Klebstoffe. Dass auch viele Tapeten, Baustoffe, Möbel, Teppiche oder Spielzeug Schadstoffe enthalten, weiß kaum jemand.
Schadstoffe gibt es nicht nur in Büro- und Geschäftsgebäuden – sie sind auch in vielen Wohnräumen nachweisbar. Da sie gasförmig sind, gelten sie als besonders gefährlich, weil wir sie unbemerkt über die Atemwege aufnehmen.
Um die Wirkung von Giftstoffen besser einschätzen zu können, werden sie in folgende Kategorien eingeteilt:

leicht- bis mittelflüchtige gasförmige Schadstoffe,
schwerflüchtige Schadstoffe,
künstliche Mineralfasern und Asbest

1. Leicht- bis mittelflüchtige gasförmige Schadstoffe (VOC)

 Formaldehyd in Spanplatten und Sperrholzplatten
 Aldehyde in geölten Holzprodukten und Linoleum
 Lösungsmittel in Lacken und Farben
 natürliche Lösemittel (Terpene) in Nadelhölzern
 Alkohle (Ester) in Reinigungsmitteln
 Alkydharze und Isoaliphate in Holzöl und Ökolack

Wussten Sie, dass Formaldehyd die Atemwege und die Augen reizt? Der geruchlose Klebstoff wird vor allem für die Herstellung von Möbeln verwendet – er kommt aber auch in vielen Bauwerkstoffen als Konservierungsmittel vor.

2. Schwerflüchtige Schadstoffe (SVOC)

In diese Schadstoffkategorie gehören:

Herbizide
Fungizide
Biozide
Insektizide
Pestizide

Häufig werden diese zur Behandlung von Holz- und Rattanmöbeln und Teppichen verwendet.
Augenreizungen durch Schadstoffe können auch durch Weichmacher (Phthalate) verursacht werden, die beispielsweise zur Herstellung von PVC-Belägen, Lebensmittelverpackungen und Spielzeug verwendet werden.

3. Künstliche Mineralfasern und Asbest

Atemwegserkrankungen durch Schadstoffe, die Asbest beinhalten, sind heute eigentlich kein Thema mehr. Dennoch gibt es immer noch viele renovierungsbedürftige Häuser, deren Wände, Dächer oder PVC-Böden Asbest enthalten.
Anstelle von Asbest werden heutzutage künstliche Mineralfasern als Dämmmaterial und Schallschutz verwendet. Viele Dämmplatten sondern allerdings Fasern ab, die über die Raumluft in die Atemwege gelangen.


Husten durch Schimmel

Schimmelpilze sind weitverbreitet. Sie fühlen sich vor allem in feuchten und warmen Räumen wohl, weshalb Gebäude, die Feuchtigkeitsschäden oder eine ungenügende Dämmung aufweisen, einen hervorragenden Nährboden bieten. Haben Schimmelpilze sich erst einmal festgesetzt, können sie sich schnell vermehren. Wirklich fatal ist, dass die Sporen der Pilze durch die Luft schweben, sodass sie ungehindert in die Atemwege gelangen. Neben einem chronischen Husten durch Schimmel können weitere Symptome die Folge sein, under anderem:

allergische Reaktionen (Heuschnupfen)
Schleimhautreizungen
Asthma
Nasenbluten
Schwindel
Kopfschmerzen

Was Sie bei einer Atemwegs- oder Augenreizung durch Schadstoffe tun können

Eine Wohnung oder ein Haus vollkommen schadstofffrei zu halten, ist nahezu unmöglich. Sie können die Schadstoffbelastung jedoch reduzieren, wenn Sie einige Dinge beachten. Nachfolgend erfahren Sie, wie Sie sich weitestgehend vor Augen- und Atemwegsreizungen durch Schadstoffe schützen können.

 Kaufen Sie Möbel mit dem „Blauen Engel“.
 Verwenden Sie Vollholzmöbel anstelle von Furnierholzmöbeln.
 Verwenden Sie Holzfußböden anstelle von Laminat.
 Meiden Sie Weichmacher. Vorsicht ist bei PVC-Böden geboten.
 Setzen Sie Lacke sparsam ein – geruchsneutrale Öle sind oftmals besser.
 Verwenden Sie lieber Essigreiniger anstelle von chlorhaltigen Reinigern!
 Bevorzugen Sie Möbel mit Schadstoffsiegeln.
 Holen Sie sich keine chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel ins Haus.
Sorgen Sie stets für ausreichend Frischluft!
 Vermeiden Sie das Rauchen in Innenräumen

Fazit

Husten, gereizte Atemwege, juckende und brennende Augen: Schadstoffe können die Gesundheit beeinträchtigen, wenn wir sie täglich einatmen. Oftmals stecken sie nicht nur in Wänden, Fußböden und Möbeln – sie können auch in Spielzeug und Lebensmittelverpackungen enthalten sein. Um die Schadstoffbelastung zu begrenzen, sollten Sie deshalb auf natürliche Stoffe zurückgreifen, die wenig bis gar keine Schadstoffe enthalten.


Quellen:

Allum: Schadstoffe in der Innenraumluft
Pharmazeutische Zeitung: Krank durch Schimmelpilze im Haus
Umweltbundesamt: Was kann die Innenraumluft verunreinigen?
BUND: Umwelttipps - Schadstoffe
Stiftung Warentest: Wohngifte - Der Nase nach
Bundesamt für Risikobewertung: Toxikologische Bewertung von Formaldehyd


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