Schadstoffe in Baustoffen

Baustoffe untersuchen durch Raumluftmessung

Neben natürlichen oder künstlich hergestellten Bausteinen wird im Haus- und Wohnungsbau eine Vielzahl an weiteren Baustoffen verwendet. Die Nachfrage nach schadstoffarmen Materialien ist hoch. Manche Baustoffe sind im Hausbau verboten (Asbest); bei anderen gibt es zumindest Beschränkungen. Die Möglichkeit Belastungen und Schadstoffe über eine Raumluftmessung in Erfahrung zu bringen, ermöglicht es jedermann preisgünstig die eigene Luftqualität zu überprüfen. Der einfache und schnell durchführbare Schadstofftest wird direkt im Labor ausgewertet. Die Probe kann selbst genommen werden. Schadstoffe gelangen durch die Materialien (wie Asbest) im Hausbau in die Raumluft. Dämmstoffe, Holz, Teer oder auch Kleber (z.B. Fliesenkleber) sind nur wenige der Baustoffe, die für Giftstoffe in der Wohnraumluft verantwortlich gemacht werden können. Aufgestellte Richtwerte für Innenräume sollen tolerierbare Konzentrationen je Schadstoff angeben. Doch auf welche Baustoffe sollte man acht geben und welche Baustoffe können Schadstoffe in die Raumluft abgeben?

Asbest im Hausbau

asbest hausbauAsbest wurde lange Jahre in Deutschland beim Hausbau verwendet. Die guten Eigenschaften, wie die Beständigkeit gegen Hitze oder auch Säure, haben Asbest zu einem beliebten Werkstoff werden lassen. Die am meisten verbreitete Form im Hausbau ist Weißasbest (Chryotil). So wurden Asbestzementplatten, -rohre, -fensterbänke, -blumenkästen sowie Dichtungen, Isolierungen oder Nachtspeicheröfen im Hausbau verwendet. Die gesundheitlichen Risiken wurden 1970 mit dem Schluss bewertet, dass die Fasern krebserzeugend sein können. Im Hausbau und in der Verwendung als Baustoff wurde Spritzasbest um 1979 in Deutschland verboten. Schritt für Schritt wurden weitere Regelungen auf den Weg gebracht. Neben dem Verbot von schwachgebundenem Asbest wurde 1991 auch schließlich zum größten Teil Asbestzement verboten.[1]
In Deutschland ist Asbest bereits seit den 90er Jahren verboten. Bis dahin wurden tonnenweise Asbest in Umlauf gebracht. In zahlreichen Analysen werden immer wieder Baustoffe aus Asbest in alten Häusern und Produkten nachgewiesen. Bei Vermutung auf asbesthaltige Materialien im Haus, kann nur eine Analyse im Labor eine zweifelsfreie Aussage treffen. Aufgrund der möglichen Risiken (Asbestose) raten Experten zum Schadstofftest auf Asbest.

 

Asbestuntersuchung

Untersuchung AsbestDie Asbestuntersuchung klärt schnell, preiswert und unkompliziert, ob sich in einem Material oder im Hausstaub Asbest befindet. Asbest findet sich trotz Verbot als Altlast in Baustoffen und sollte nach Möglichkeit entsorgt werden. Asbest in der Atemluft kann schwere Lungenkrankheiten hervorrufen.

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Giftstoffe im Holz in der Wohnung

Holz erfreut sich als Naturprodukt in der Wohnung großer Beliebtheit. Doch ist der Baustoff Holz wirklich ein schadstoffarmes Material oder regelrecht selbst ein Giftstoff? Unbehandelt sind die wenigsten Hölzer. Selbst in Öko-Hausbauten wurden Konzentrationen von Schadstoffen nachgewiesen. Holz kann selten wirklich frei von Schadstoffen sein, wenn es langlebig und beständig in der Wohnung verbaut werden soll. Beeinträchtigungen durch Insekten, die leichte Brennbarkeit oder Einsparungen am Material selbst, machen den Einsatz von Behandlungsstoffen unabdingbar. Massives Holz ist ein Rohstoff, der sehr teuer werden kann. Preisgünstiger sind hier Spanplatten. Spanplatten als Baustoffe finden in zahlreichen Produkten Anwendung: Dach- und Wandverkleidungen, Tische, Schränke und viele weitere Möbel. Im Press- und Klebevorgang der Holzspäne zu Spanplatten kommt häufig Formaldehyd zum Einsatz (in den Klebemitteln). Durch diesen Giftstoff im Holz kann die Wohnung belastet werden. Insektizide, wie Permethrin, können ebenso von belasteten Holzprodukten in die Wohnung abgesondert werden. Solche Schad- und Giftstoffe können in hohen Mengen ein Risiko für die Gesundheit darstellen. Beim Einkauf von Baustoffen sollte auf Siegel und Qualität geachtet werden. Oftmals gibt es für bestimmte chemische Behandlungsmittel Alternativen.

Analyse vom Schadstoff Teer notwendig?

Teer kam im Hausbau u.a. in Klebstoffen, Fußbodenbelag, Dachpappe (Teerpappe) oder als Beschichtungsmaterial als Baustoff zum Einsatz. Teer gilt als Giftstoff und als krebserregend sowie umwelt- und gesundheitsschädigend. Die Analyse vom Schadstoff Teer hat verschiedene Inhaltsstoffe ermittelt. Der aromatische Kohlenwasserstoff Naphthalin kann sowohl in Teerkleber, Teerfarben als auch in Teerpappen zu finden sein. Ebenso in wasserabweisenden Anstrichmitteln auf Teerbasis. Teer kann u.a. aus folgenden Schadstoffe bestehen: Naphthalin, Kresole, Phenole und PAK. Im Gegensatz zur verbreiteten Auffassung wird der Teer bereits lange Zeit nicht mehr im Hausbau verwendet. Ebenso findet der Schadstoff Teer auch im Straßenbau in Deutschland keine Verwendung mehr. Die allseits bekannte Dachpappe besteht ebenso nicht mehr aus Teer, sondern wird mit Bitumen verarbeitet. Der Einsatz von Teer als Dachpappe wurde bereits seit vielen Jahren verboten. Die Analyse vom Schadstoff Teer (Schadstofftest) wird dann angeraten, wenn die Vermutung nahe liegt, dass teerhaltiger Kleber im Hausbau verwendet wurde (z.B. beim Verlegen von Parkettboden) bzw. noch alte Teerpappe als Baustoff benutzt wurde.

Schadstoffe in der Dämmung?

Als Dämmstoffe kommen in der Wohnung oder im Hausbau unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Kork ist ein Naturstoff, der für seine guten Eigenschaften (der geringen Wärmeleitfähigkeit) gern benutzt wird. Als Naturprodukt geht man von einem schadstoffarmen Produkt aus, dass wenig relevant für die eigene Gesundheit ist. Für die Qualitätssicherung, dass Kork auch entsprechend unbedenklich ist, gibt es mittlerweile auch Siegel (wie „Das Kork-Logo“).[2]
Schadstoffe, die in Bodenbelägen aus Kork von Relevanz sein können, dürfen bei Kennzeichnung mit dem Siegel nur in geringen Mengen enthalten sein. Schadstoffe können aus den Materialien über die Zeit ausgasen und in die Raumluft gelangen. Durch eine Raumluftmessung können viele der Giftstoffe nachgewiesen werden. Beim Dämmstoff Kork kommen u.a. folgende Schadstoffe in Betracht: Phenol, Formaldehyd sowie andere Aldehyde, und weitere flüchtige organische Verbindungen (VOC), wie Terpene, Ester oder Ketone. Die schnelle Überprüfung von Kork in der Wohnung kann mithilfe eines Schadstofftests erfolgen. Hierbei kann selbst die Probe vom Dämmstoff genommen werden und im Labor findet dann die Auswertung statt.

Schwermetalle in Wandfarben

baustoffe raumluftmessungSchwermetalle oder Spuren von Schwermetallen findet man in nahezu allen Farben. Blei kann so z.B. in weißer oder auch gelber Malerfarbe enthalten sein oder beispielsweise in Rostschutzanstrichen.[3] Schwermetalle sind nicht partout gesundheitsgefährdend (wie z.B. Eisen). Die bekanntesten Vertreter, die eine toxische Wirkung haben sind Blei, Cadmium oder auch Quecksilber.
Baustoffe, ob Farben, Dämmung, Holz, Asbest oder andere Materialien werden weiter mit Gütesiegeln ausgestattet, damit der Verbraucher konkrete Hinweise zu Schad- und Giftstoffen in den Produkten erhalten kann. Alte Sünden im Hausbau sind nicht immer leicht zu identifizieren. Raumluftmessungen und Schadstofftests helfen hier weiter, wo Experten und Laien mit bloßen Auge nicht weiter wissen. Die professionelle Analyse im Labor kann die notwendigen Informationen zur Raumluftqualität liefern.


Quellen:

[1] http://www.berlin.de/imperia/md/content/umwelt/asbest.pdf?start&ts=1204608622&file=asbest.pdf
[2] http://www.kwg-kork.de/de/kundenservice/dokumente-und-downloads/informationen-zum-thema-kork/korklogo-haendlerbrochuere.pdf
[3] http://www.lfu.bayern.de/altlasten/schadstoffratgeber_gebaeuderueckbau/suchregister/doc/515.pdf