- Analysefinder
- Raumluftanalysen
- So einfach geht's
- Schadstoffquellen
-
Schadstoffbelastung in Räumen
- Schadstoffe in Wohnräumen
- Schadstoffe am Arbeitsplatz/im Büro
- Schadstoffbelastung im Kinderzimmer
- Schadstoffe in Klassenzimmern
- Schadstoffe im Altbau
- Schadstoffe im Neubau
- Schadstoffe in renovierten Räumen
- Schadstoffe auf dem Dachboden
- Schadstoffe im Keller
- Schadstoffe in der Garage
- Schadstoffe im Autoinnenraum
- Schadstoffe in Raucherräumen
- Innenraumluft verbessern
Schadstoffe auf dem Dachboden
Altlasten: Asbest und Holzschutzmittel
Alte Häuser haben durchaus ihren Reiz, besonders wenn viel Holz
verarbeitet wurde und vielleicht sogar Holzbalken in den Wohnräumen
sichtbar sind. Trotz aller Schönheit finden sich jedoch immer wieder
erhöhte Belastungen mit Schadstoffen in alten Häusern, vor allem auch
auf Dachböden. Bei diesen Schadstoffen handelt es sich überwiegend um
Holzschutzmittel, die besonders in den 1960er bis 1980er Jahren äußerst
sorglos eingesetzt wurden.
Damals war man sich im Gegensatz zu heute
ihrer schädlichen Wirkung auf die Umwelt und Gesundheit nicht bewusst.
Besonders in der ehemaligen DDR sind alte Häuser und Dachböden mit Holzschutzmitteln belastet.
Auch Asbest wurde in seiner schädigenden Wirkung lange Zeit unterschätzt, weswegen es häufig in Dächern verbaut wurde.
Holzschutzmittel in Holzbalken
Wie der Name schon sagt, sind Holzschutzmittel Substanzen, die dazu eingesetzt werden, um Holz oder Holzwerkstoffe vor einem Befall durch zerstörende oder verfärbende Organismen zu schützen bzw. diese abzutöten.
Bis in die 80er Jahre wurden Holzbalken auf Dachböden mit Holzschutzmitteln behandelt, die heute aufgrund ihrer giftigen Wirkung verboten sind.
Dazu
gehören die Wirkstoffe Pentachlorphenol (PCP), Lindan oder
Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT), die gegen Insekten- und Pilzbefall
eingesetzt wurden.
Obwohl die Behandlung der Holzbalken mit diesen gefährlichen Substanzen schon Jahrzehnte zurückliegt, können sie auch heute noch die Gesundheit belasten, da die Holzschutzmittel sehr langsam aus den Holzbalken austreten. Die Schadstoffe gehen so in die Atemluft über und binden sich an Hausstäube, die ebenfalls durch die Atmung, aber auch durch Verschlucken in den menschlichen Körper gelangen können.
Obwohl
man weiß, dass die in Holzschutzmitteln enthaltenen Stoffe schädlich
für die Gesundheit sind, ist die genaue Wirkung der Einzelsubstanzen bei
einer langfristigen Exposition nur schwer zu ermitteln.
Dabei
spielt auch eine Rolle, dass die einzelnen Stoffe nicht isoliert,
sondern in einer Wechselbeziehung mit anderen Schadstoffen auf den
Körper einwirken.
Die tatsächliche Schadwirkung für die Einzelperson
hängt außerdem von vielen verschiedenen Faktoren, wie Dauer der
Einwirkung oder körperliche Konstitution des Betroffenen, ab.
Beschwerden, die in Zusammenhang mit Holzschutzmitteln aus Holzbalken
oder anderen Holzwerkstoffen in Verbindung gebracht werden, können auch
hochgiftigen Dioxinen, die z.B. als Verunreinigungen in PCP vorkommen,
zugeschrieben werden.1
Asbest auf dem Dach
Auch wird im Hausbau Asbest als Altlast immer wieder auf deutschen Dächern gefunden. Asbest ist ein
Mineral, das nicht brennbar, isolierend und extrem witterungs- und
alterungsbeständig ist. Deswegen wurde es bis in die 90er Jahre in
Deutschland millionenfach verbaut.
Die Verwendung von Asbest ist
wurde 1993 verboten, da immer mehr darüber bekannt wurde, wie gefährlich
das Material sein kann. Lösen sich durch Alterung, Beschädigung oder
klimatische Einflüsse Fasern aus den asbesthaltigen Bauprodukten, können
diese über die Atemluft in den Körper gelangen. Bereits aufgrund
geringer Mengen eingeatmeten Asbests können sich noch Jahrzehnte später
Lungenkrebs und Asbestose (Vernarbung des Lungengewebes) bilden.
Insbesondere auf Dächern und Dachstühlen wurde Asbest häufig in Form von gewellten Abdeckungen verbaut. Mit bloßem Auge Asbest erkennen ist jedoch fast unmöglich. Eine Möglichkeit herauszufinden, ob Asbest verbaut wurde, ist, eine Materialprobe im Labor auf Asbest hin untersuchen zu lassen. Die Probenahme sollte jedoch nur unter besonderen Schutzvorkehrungen erfolgen!
Eine Überprüfung (Asbest Raumluftanalyse), ob Asbest auf dem Dach oder im Dachstuhl vorhanden ist, ist besonders dann sinnvoll, wenn der Dachboden als Wohnraum genutzt wird oder ein Ausbau des Dachbodens als solcher geplant ist
Alte Dachböden sanieren
Die Sanierung alter Dachböden aufgrund einer Belastung mit Schadstoffen wie Holzschutzmitteln oder Asbestfasern stellt die Hausbesitzer vor erhebliche Probleme, da sie mitunter äußerst teuer und aufwendig sein kann.
Solange ein Dachboden nicht als Wohnraum genutzt werden soll, besteht meist kein Grund zur Sanierung. Besonders beim Dachausbau sollte die Gefahr, die von Altlasten ausgeht, jedoch nicht unterschätzt werden.
Hinweise auf eine vergangene Behandlung mit Holzschutzmitteln können ölige Anstrichpuren oder kristalline Rückstände auf Holzbalken sein. Zuverlässiger ist eine Staub- oder Materialanalyse auf Holzschutzmittel durch ein Labor.
Sollte es nötig sein, den alten Dachboden zu sanieren,
empfiehlt es sich auf keinen Fall, belastete Hölzer einfach
abzuschleifen. Dadurch entsteht viel giftiger Staub, der nicht nur
unmittelbar, sondern langfristig die Atemluft verpestet und sich
außerdem an andere Materialen binden kann.
Außerdem ist es möglich,
dass das Holzschutzmittel über die Jahre in tiefere Schichten
eingedrungen ist und durch einfaches Abschleifen gar nicht erst erreicht
wird. Eine bessere Lösung ist, möglichst alle belasteten Holzteile zu
entfernen und tragende Balken mit einer gasdichten Spezialfolie
einzukleiden oder einem Speziallack anzustreichen.2
Auch bei der Entfernung von Asbest kann Staub entstehen, der die gefährlichen Fasern enthält. Deswegen sollten Platten aus Asbest bei der Sanierung alter Dachböden unbedingt angefeuchtet und nur als Ganzes abmontiert werden. Asbesthaltige Baustoffe sind Sondermüll und müssen in einer Plastiktüte möglichst luftdicht verpackt bei der zuständigen Deponie abgegeben werden. Wellplatten aus Asbest, wie sie oft für die Dachdeckung verwendet wurden, werden auch bei der Hausmülldeponie angenommen.
Besonders bei der Asbestsanierung auf Dächern gibt es jedoch häufig keine andere Möglichkeit, als einen Fachmann zu Rate zu ziehen, der die Entfernung und Entsorgung fachgerecht durchführen kann.
Lufttest Altbau Plus
Untersuchen Sie Ihren Altbau auf Pestizide, wie Lindan sowie PAK, PCB und Formaldehyd.
✔️ Formaldehyd-Untersuchung
✔️ 43 schwerflüchtige Parameter (PCB, PAK, Pestizide)
✔️ "2in1-Plus"-Set mit Preisvorteil
Schimmelpilztest Abklatsch
Für belastete, verdächtige Flächen (Wänden, Möbel).
✔️
Schimmelpilztest "Abklatsch"
✔️
Probenahme ohne Vorkenntnisse
✔️
Ergebnis aus dem Fachlabor
Asbestuntersuchung
Test-Set für eine Asbestuntersuchung, geeignet für Staub, Zement, Dämm-Materialien.
✔️ Asbestuntersuchung
✔️ Nachweisgrenze: 1 %
✔️ Prüfung auf das Vorhandensein