Schadstoffe in Wohnräumen

Gesund wohnen – aber wie?

Schadstoffe in Wohnzimmern sind nicht sichtbar und können meistens auch nicht gerochen werden. Dennoch sind sie da und belasten die Raumluft oft in erheblichem Maße. Betroffene merken dies jedoch in der Regel erst dann, wenn sich erste Symptome zeigen, die oft keine direkte Ursache zu haben scheinen. Selbst wenn der Grund in der schadstoffbelasteten Raumluft gesucht wird, kann sich die Quellensuche oft schwierig gestalten.
Gerade in Wohnzimmern, in denen wir uns eigentlich entspannen und wohlfühlen wollen, finden sich sehr viele potenzielle Quellen für Wohngifte.

Schadstoffe in Möbeln

Schadstoffe kommen häufig in Wohnräumen wie dem Wohnzimmer vor. Oft sind neue Möbel der Grund.
Viele neue Möbel riechen streng beim Auspacken und Aufstellen. Dies liegt an flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), die aus ihnen austreten. Diese Schadstoffe können z.B. Aldehyde sein, die die Gesundheit zwar nicht nachhaltig schädigen, aber dennoch die Atemwege reizen und zu Kopfschmerzen führen können.

Deswegen ist ein Beitrag zu einem schadstoffarmen Wohnzimmer, neue Möbel erst einmal zwei bis vier Wochen in einem gut belüfteten Raum ausdünsten zu lassen, da die VOC schnell verfliegen.

Beim Kauf von Wohnzimmermöbeln ist es sinnvoll, auf gewachste oder geölte Vollholzmöbel zu setzen. Billige Möbel bestehen oft aus Spanplatten, die häufig Formaldehyd enthalten.
Formaldehyd ist ein Schadstoff, der vom Bundesinstitut für Risikobewertung als krebserregend eingestuft wird. Außerdem steht es im Verdacht, Allergien auszulösen und zu begünstigen und es kann die Atemwege und Haut reizen.

Wer möglichst nachhaltig und gesund wohnen möchte, sollte Holzmöbel mit dem FSC-Label aus regionaler Forstwirtschaft kaufen. Ebenso können mit dem „Blauen Engel“ gekennzeichnete Möbel gewählt werden, da diese auf ihre Umweltverträglichkeit hin überprüft und zertifiziert werden.1

 

Die Wohnraumanalyse Standard deckt eine Vielzahl an problematischen Schadstoffen ab.Luftanalyse Wohnraum Standard

In Wohnräumen gibt es zahlreiche Quellen für flüchtige organische Verbindungen, die die Gesundheit bei längerer Einwirkung erheblich beeinträchtigen können. Daher ist es schwierig, Emissionen aus Möbeln, Teppichen und Wandfarben zu umgehen.

Mit unserer Luftanalyse für Wohnräume können Sie einfach und schnell herausfinden, ob relevante Schadstoffe in der Luft Ihrer Wohnräume vorhanden sind.  

 

Gefährliche Fernseher

Elektronikprodukte sind aus deutschen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Gerade in Wohnzimmern finden sich Geräte wie Fernseher, Stereoanlagen oder auch Laptops. Diese dienen der Unterhaltung und Information, können aber im Brandfall auch gefährlich werden, da sie aus Kunststoff und anderen Teilen bestehen, die sehr leicht in Flammen aufgehen.

Damit dies nicht oder langsamer geschieht, werden ihnen Flammschutzmittel zugesetzt. Für die Gehäuse von Fernsehern und anderen Elektro- und Elektronikprodukten kommen meist bromierte Flammschutzmittel wie  Decabromdiphenylether (DecaBDE) und Tetrabrombisphenol A (TBBPA) zum Einsatz.2
So wird ein Fernseher zwar weniger leicht brennbar, aber dafür in anderer Weise gefährlich. Die Flammschutzmittel entweichen dem Fernseher und gelangen in die Luft und den Staub und somit in den menschlichen Körper. Dort können sie eingelagert werden.
Es ist noch nicht eindeutig geklärt, ob Flammschutzmittel aus Fernsehern eine auf Dauer gefährliche  Wirkung auf die Gesundheit haben.


Schadstoffe in Teppich und Parkett

In Wohnzimmern droht eine Gefahr für die Gesundheit auch von unten. Unterschiedliche Bodenbeläge wie Teppich oder Parkett können oft erheblich mit Schadstoffen belastet sein.
Teppiche können flüchtige organische Stoffe (VOC) enthalten, die man an ihrem starken Geruch erkennen kann. Diese Schadstoffe reizen die Atemwege, verfliegen aber meist schnell. Ebenso werden Teppiche oft mit Flammschutzmitteln wie Hexabromcyclododecan (HBCD) behandelt, das sich sehr stark im menschlichen Körper ablagern kann und dort langfristig Schäden hinterlassen kann.
Teppiche sind manchmal mit einem ganzen Cocktail aus Schadstoffen belastet, die besonders bei empfindlichen Personen zu Problemen führen können.

Viele Schadstoffe finden sich auch in Parkettklebern. Besonders Kleber unter altem Parkett haben es oft in sich, denn sie können polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), z.B. in Form von Benzo(a)pyren, aber auch polychlorierte Biphenyle (PCB) enthalten. Einige zu den PAK gehörende Stoffe können eine krebserregende, erbgutverändernde sowie eine fortpflanzungsgefährdende Wirkung haben.3
PCB steht im Verdacht, beim Menschen das Immunsystem, die Schilddrüse und die Haut zu schädigen sowie die kindliche Entwicklung zu beeinträchtigen.4

Besonders beschädigtes Parkett gibt eine große Menge an Schadstoffen ab, da unter der Belastung der Kleber zu feinen Stäuben zerrieben wird und dieser durch die Ritzen in die Atemluft und den Hausstaub gelangt.


Schimmel im Wohnzimmer   

Schimmel an der Wand: Schimmelpilze können in Wohnräumen zu gesundheitlichen Beschwerden führen.Schimmelbefall in Wohnzimmern ist ein häufiges Problem. Schimmel kann durch falsches Lüften, aber auch durch bauliche Mängel entstehen. Schimmel entsteht, wenn sich Luftfeuchtigkeit an den Wohnraumwänden niederschlägt. Die Feuchtigkeit bietet dem Pilz eine ideale Grundlage.

Luftfeuchtigkeit entsteht durch Atmen, kochen, duschen oder beim Trocknen von Wäsche in Wohnräumen. Die Feuchtigkeit muss unbedingt durch regelmäßiges und vor allem richtiges Lüften der Wohnräume nach draußen abgeführt werden.

Am besten lüftet man mehrmals täglich bei weit geöffnetem Fenster und abgeschalteter Heizung für 5–7 Minuten.

 

Spaltlüften bei gekipptem Fenster empfiehlt sich nicht, da dadurch die Fensterlaibungen abkühlen und sich durch Feuchtigkeitsniederschlag erst recht Schimmel bildet.
Die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen sollte im Winter ungefähr zwischen 30 und 50 Prozent liegen. Ebenso ist es wichtig, dass Wohnräume ausreichend geheizt werden – eine ideale Temperatur herrscht bei 19 bis 22 Grad Celsius.

Hat sich doch einmal Schimmel im Wohnzimmer gebildet, kann dieser mit einem rauen Schwamm und hochprozentigem Alkohol bzw. Isopropanol entfernt werden. Dabei sollten unbedingt ein Atemschutz und Handschuhe getragen und gut gelüftet werden. Ist der Schimmel bereits ins Mauerwerk eingedrungen, hilft nur die Hilfe eines Sachverständigen, da dann evtl. eine Sanierung durchgeführt werden muss.

Schimmelbefall sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die von Schimmel gebildeten Sporen und Gifte können beim Menschen schwerwiegende Erkrankungen und Allergien auslösen. Meistens beginnen die Beschwerden im Bereich der Atemwege mit schnupfenartigen Symptomen, Bronchitis oder Nasennebenhöhlenentzündung. Auch Hautprobleme, Infektanfälligkeit und rheumaähnliche Gelenkbeschwerden sind möglich.
Im Zweifelsfall kann ein Schimmelpilztest zeigen, ob ein Schimmelbefall vorliegt und welche Gattun dafür verantwortlich ist.

 

Quellen:

1 Blauer Engel: Vergabekriterien
2 Umweltbundesamt: Bromierte Flammschutzmittel - Schutzengel mit schlechten Eigenschaften?
3 Umweltbundesamt: Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe Umweltschädlich! Giftig! Unvermeidbar?
4 Marburg Biedenkopf: Infoblatt PCB

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Schadstoffe in Wohnräumen

Gesund wohnen – aber wie?

Schadstoffe in Wohnzimmern sind nicht sichtbar und können meistens auch nicht gerochen werden. Dennoch sind sie da und belasten die Raumluft oft in erheblichem Maße. Betroffene merken dies jedoch in der Regel erst dann, wenn sich erste Symptome zeigen, die oft keine direkte Ursache zu haben scheinen. Selbst wenn der Grund in der schadstoffbelasteten Raumluft gesucht wird, kann sich die Quellensuche oft schwierig gestalten.
Gerade in Wohnzimmern, in denen wir uns eigentlich entspannen und wohlfühlen wollen, finden sich sehr viele potenzielle Quellen für Wohngifte.

Schadstoffe in Möbeln

Schadstoffe kommen häufig in Wohnräumen wie dem Wohnzimmer vor. Oft sind neue Möbel der Grund.
Viele neue Möbel riechen streng beim Auspacken und Aufstellen. Dies liegt an flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), die aus ihnen austreten. Diese Schadstoffe können z.B. Aldehyde sein, die die Gesundheit zwar nicht nachhaltig schädigen, aber dennoch die Atemwege reizen und zu Kopfschmerzen führen können.

Deswegen ist ein Beitrag zu einem schadstoffarmen Wohnzimmer, neue Möbel erst einmal zwei bis vier Wochen in einem gut belüfteten Raum ausdünsten zu lassen, da die VOC schnell verfliegen.

Beim Kauf von Wohnzimmermöbeln ist es sinnvoll, auf gewachste oder geölte Vollholzmöbel zu setzen. Billige Möbel bestehen oft aus Spanplatten, die häufig Formaldehyd enthalten.
Formaldehyd ist ein Schadstoff, der vom Bundesinstitut für Risikobewertung als krebserregend eingestuft wird. Außerdem steht es im Verdacht, Allergien auszulösen und zu begünstigen und es kann die Atemwege und Haut reizen.

Wer möglichst nachhaltig und gesund wohnen möchte, sollte Holzmöbel mit dem FSC-Label aus regionaler Forstwirtschaft kaufen. Ebenso können mit dem „Blauen Engel“ gekennzeichnete Möbel gewählt werden, da diese auf ihre Umweltverträglichkeit hin überprüft und zertifiziert werden.1

 

Die Wohnraumanalyse Standard deckt eine Vielzahl an problematischen Schadstoffen ab.Luftanalyse Wohnraum Standard

In Wohnräumen gibt es zahlreiche Quellen für flüchtige organische Verbindungen, die die Gesundheit bei längerer Einwirkung erheblich beeinträchtigen können. Daher ist es schwierig, Emissionen aus Möbeln, Teppichen und Wandfarben zu umgehen.

Mit unserer Luftanalyse für Wohnräume können Sie einfach und schnell herausfinden, ob relevante Schadstoffe in der Luft Ihrer Wohnräume vorhanden sind.  

 

Gefährliche Fernseher

Elektronikprodukte sind aus deutschen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Gerade in Wohnzimmern finden sich Geräte wie Fernseher, Stereoanlagen oder auch Laptops. Diese dienen der Unterhaltung und Information, können aber im Brandfall auch gefährlich werden, da sie aus Kunststoff und anderen Teilen bestehen, die sehr leicht in Flammen aufgehen.

Damit dies nicht oder langsamer geschieht, werden ihnen Flammschutzmittel zugesetzt. Für die Gehäuse von Fernsehern und anderen Elektro- und Elektronikprodukten kommen meist bromierte Flammschutzmittel wie  Decabromdiphenylether (DecaBDE) und Tetrabrombisphenol A (TBBPA) zum Einsatz.2
So wird ein Fernseher zwar weniger leicht brennbar, aber dafür in anderer Weise gefährlich. Die Flammschutzmittel entweichen dem Fernseher und gelangen in die Luft und den Staub und somit in den menschlichen Körper. Dort können sie eingelagert werden.
Es ist noch nicht eindeutig geklärt, ob Flammschutzmittel aus Fernsehern eine auf Dauer gefährliche  Wirkung auf die Gesundheit haben.


Schadstoffe in Teppich und Parkett

In Wohnzimmern droht eine Gefahr für die Gesundheit auch von unten. Unterschiedliche Bodenbeläge wie Teppich oder Parkett können oft erheblich mit Schadstoffen belastet sein.
Teppiche können flüchtige organische Stoffe (VOC) enthalten, die man an ihrem starken Geruch erkennen kann. Diese Schadstoffe reizen die Atemwege, verfliegen aber meist schnell. Ebenso werden Teppiche oft mit Flammschutzmitteln wie Hexabromcyclododecan (HBCD) behandelt, das sich sehr stark im menschlichen Körper ablagern kann und dort langfristig Schäden hinterlassen kann.
Teppiche sind manchmal mit einem ganzen Cocktail aus Schadstoffen belastet, die besonders bei empfindlichen Personen zu Problemen führen können.

Viele Schadstoffe finden sich auch in Parkettklebern. Besonders Kleber unter altem Parkett haben es oft in sich, denn sie können polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), z.B. in Form von Benzo(a)pyren, aber auch polychlorierte Biphenyle (PCB) enthalten. Einige zu den PAK gehörende Stoffe können eine krebserregende, erbgutverändernde sowie eine fortpflanzungsgefährdende Wirkung haben.3
PCB steht im Verdacht, beim Menschen das Immunsystem, die Schilddrüse und die Haut zu schädigen sowie die kindliche Entwicklung zu beeinträchtigen.4

Besonders beschädigtes Parkett gibt eine große Menge an Schadstoffen ab, da unter der Belastung der Kleber zu feinen Stäuben zerrieben wird und dieser durch die Ritzen in die Atemluft und den Hausstaub gelangt.


Schimmel im Wohnzimmer   

Schimmel an der Wand: Schimmelpilze können in Wohnräumen zu gesundheitlichen Beschwerden führen.Schimmelbefall in Wohnzimmern ist ein häufiges Problem. Schimmel kann durch falsches Lüften, aber auch durch bauliche Mängel entstehen. Schimmel entsteht, wenn sich Luftfeuchtigkeit an den Wohnraumwänden niederschlägt. Die Feuchtigkeit bietet dem Pilz eine ideale Grundlage.

Luftfeuchtigkeit entsteht durch Atmen, kochen, duschen oder beim Trocknen von Wäsche in Wohnräumen. Die Feuchtigkeit muss unbedingt durch regelmäßiges und vor allem richtiges Lüften der Wohnräume nach draußen abgeführt werden.

Am besten lüftet man mehrmals täglich bei weit geöffnetem Fenster und abgeschalteter Heizung für 5–7 Minuten.

 

Spaltlüften bei gekipptem Fenster empfiehlt sich nicht, da dadurch die Fensterlaibungen abkühlen und sich durch Feuchtigkeitsniederschlag erst recht Schimmel bildet.
Die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen sollte im Winter ungefähr zwischen 30 und 50 Prozent liegen. Ebenso ist es wichtig, dass Wohnräume ausreichend geheizt werden – eine ideale Temperatur herrscht bei 19 bis 22 Grad Celsius.

Hat sich doch einmal Schimmel im Wohnzimmer gebildet, kann dieser mit einem rauen Schwamm und hochprozentigem Alkohol bzw. Isopropanol entfernt werden. Dabei sollten unbedingt ein Atemschutz und Handschuhe getragen und gut gelüftet werden. Ist der Schimmel bereits ins Mauerwerk eingedrungen, hilft nur die Hilfe eines Sachverständigen, da dann evtl. eine Sanierung durchgeführt werden muss.

Schimmelbefall sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die von Schimmel gebildeten Sporen und Gifte können beim Menschen schwerwiegende Erkrankungen und Allergien auslösen. Meistens beginnen die Beschwerden im Bereich der Atemwege mit schnupfenartigen Symptomen, Bronchitis oder Nasennebenhöhlenentzündung. Auch Hautprobleme, Infektanfälligkeit und rheumaähnliche Gelenkbeschwerden sind möglich.
Im Zweifelsfall kann ein Schimmelpilztest zeigen, ob ein Schimmelbefall vorliegt und welche Gattun dafür verantwortlich ist.

 

Quellen:

1 Blauer Engel: Vergabekriterien
2 Umweltbundesamt: Bromierte Flammschutzmittel - Schutzengel mit schlechten Eigenschaften?
3 Umweltbundesamt: Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe Umweltschädlich! Giftig! Unvermeidbar?
4 Marburg Biedenkopf: Infoblatt PCB

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